Häufig gestellte Fragen

 -Ich habe seit einiger Zeit keinen Versicherungsausweis mehr erhalten und kenne die             Leistungen nicht. Was kann ich tun? 

Jede Vorsorgeeinrichtung, also auch Ihre Pensionskassen, ist gesetzlich verpflichtet, ihre Versicherten zu informieren. Auf Ihr Begehren hin muss Ihnen ohne weiteres ein Vorsorgeausweis abgegeben werden. Auch muss Ihnen auf Anfrage hin Auskunft gegeben werden über ihre aktuelle Austrittsleistung, also über den Betrag, der Ihnen beim Verlassen der Vorsorgeeinrichtung mitgegeben werden muss. Weigert sich die Pensionskasse, diese Angaben zu machen, kann sie gerichtlich zur Herausgabe gezwungen werden.

-Ich habe meine Stelle vor vier Monaten verloren. Seither bin ich arbeitslos. Gesundheitlich bin ich angeschlagen und mein Arzt rät mir, mich bei der IV anzumelden. Habe ich Anspruch auf eine Pensionskassenrente, wenn ich eine IV-Rente erhalte?


Wer in einem Arbeitsverhältnis steht und einen gewissen Lohn verdient, ist auch obligatorisch in der beruflichen Vorsorge versichert. Die Pensionskasse erbringt Leistungen im Alter, bei Tod und bei Invalidität. Ist ein Arbeitsverhältnis beendet, endet auch das Versicherungsverhältnis mit der Pensionskasse. Während einem Monat besteht allerdings noch eine Nachdeckung für die Risiken Tod und Invalidität, ohne dass dafür noch Beiträge bezahlt werden müssen. Eine Leistungspflicht der Pensionskasse besteht bei Invalidität dann, wenn im Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit, die schliesslich zur Invalidität führt, ein Versicherungsverhältnis bestand. Mit anderen Worten: Wenn Sie noch zur Zeit des Arbeitsverhältnisses oder in der einmonatigen Nachfrist ganz oder teilweise arbeitsunfähig geworden sind, muss die Pensionskasse eine Invalidenrente ausrichten. Daran ändert auch nichts, wenn Sie in der Zwischenzeit aus der Pensionskasse ausgetreten sind und eine Freizügigkeitsleistung ausgerichtet erhalten haben.


-In meiner Firma wird restrukturiert. Ein Teil der Belegschaft wechselt zu einer anderen Firma. Ich bleibe bei der bisherigen Arbeitgeberfirma. Meine Kollegen sprechen davon, dass die Pensionskasse zusätzlich zur Freizügigkeitsleistung freie Mittel auszahlen muss. Stimmt das? Und habe auch ich etwas zu erwarten?


Wird eine Belegschaft abgebaut oder eine Arbeitgeberfirma restrukturiert, hat dies in der Regel zur Folge, dass in der Pensionskasse eine Teilliquidation durchgeführt wird. Sind freie Mittel vorhanden, werden diese auf die verbleibenden und wegziehenden Versicherten verteilt. Wie diese Verteilung erfolgt, wird in einem Verteilungsplan festgelegt. Es kann sein, dass die austretenden Versicherten so zusätzlich zu ihren Kapitalien noch einen Anteil an freien Mittel erhalten. Das hängt davon ab, die die Verteilung vorgenommen wird und ob überhaupt genügend freie Mittel vorhanden sind. In aller Regel erhalten jedoch die verbleibenden Versicherten keine freien Mittel individuell gutgeschrieben.

Wollen Sie Aufschluss über die Ansprüche und das Verfahren, muss der Stiftungsrat die Auskunft erteilen. Ein Verteilungsplan muss zudem allen Betroffenen, den wegziehenden wie den Verbleibenden, schriftlich bekannt gegeben werden.